Funktionsübersicht
Die Funktion SYSE erlaubt die freie Gestaltung von Datenbank-Auswertungen. Als Grundlage dienen dynamische Queries, was eine grosse Flexibilität für Auswertungen ergibt. Allerdings sind Kenntnisse des Datenmodells und der Struktur von Queries notwendig, um mit SYSE Auswertungen zu definieren.
In SYSE werden die Verarbeitungen in folgender Struktur hinterlegt (entspricht auch den Foldern):

| Struktur | Beschreibung |
|---|---|
| Übersicht (1) | Anzeige aller bereits bestehenden Auswertungen gemäss Selektion |
| Hauptsteuerung (2) | Grund-Definitionen und insbesondere festlegen der zugrundeliegenden Selektionsvorlage |
| Tabellen (3) | Festlegen der für die Selektion zu verwendenden Tabellen und bis zu 10 Platzhaltern für die Anpassung während der Laufzeit. |
| Bedingungen (4) | Festlegen der Selektionsbedingungen |
| Sortierung / Gruppierung (5) | Festlegen der Sortierung und der Gruppierung der Daten |
| Ausgabe (6) | Festlegen der Ausgabefelder, wobei auch Ausgabe-Templates verwendet werden können, damit nicht bei jeder Selektion die Felder einzeln angewählt werden müssen. |
| Query (7) | Anzeige des generierten Query. Diese Funktion hilft bei der Analyse von Fehlern und ist für den geübten Anwender gedacht. |
| Drucken (8) | Das Ergebnis der Selektionen wird normalerweise in diesem Folder abgelegt, von hier aus kann dann wahlweise eine der folgenden Verarbeitungen gestartet werden: - MS-Excel-Tabelle - MS-Word-Serienbrief - Textdateien (TXT, CSV, usw.) - Crystal Reports - XML-Datei - Ausgabe in Browser zur Kontrolle und/oder Weiterbearbeitung |
Für komplexe Verarbeitungen können für die Selektions- und/oder Verarbeitungsphase Filterprogramme definiert werden, um die Möglichkeiten zu erweitern. Diese Informationen werden in den Funktionen SYSU und SYMU hinterlegt (siehe bei diesen Funktionen für weitere Details). Es ist wichtig, dass diese Strukturen peinlich genau definiert sind; Fehler können sehr grosse Auswirkungen auf das Gesamtsystem haben. Deshalb werden diese Funktionen üblicherweise von edp gemäss Anforderung der Kunden parametrisiert.
Zur Vereinfachung sind Selektions-Vorlagen hinterlegt, die die Hauptstrukturen bereits abbilden. Für viele Fälle genügen diese Selektionen und müssen nur noch mit zusätzlichen Bedingungen erweitert werden.
Damit trotzdem für den Benutzer eine einfache Bedienung gewährleistet ist, kann die ganze Strukturierung verdeckt werden. Der Anwender hat damit nur noch das absolut notwendige im Zugriff; allfällig notwendige Variable werden individuell abgefragt.
Die ganzen Selektionen können mit dem Jobserver durchgeführt werden, damit der Arbeitsplatz für andere Verarbeitungen zur Verfügung steht; ausserdem ist die Verarbeitung deutlich schneller. Bei Arbeit mit dem Jobserver kann der Startzeitpunkt der Verarbeitung beliebig festgelegt werden, auch regelmässig zu wiederholende Jobs können definiert werden.
Alle Verarbeitungen mit derselben Subfunktion sollten denselben Ausgabe-String haben; somit können aus einer Selektion verschiedene Ausgaben (Word, Excel, Listen, Files) erstellt werden. Insbesondere mit Crystal-Reports werden nur diejenigen Reports angezeigt, die zur Subfunktion passen.
Es ist auch möglich, mit dieser Funktionen Statistiken zu verbuchen, so dass auch vergleichende Auswertungen über mehrere Perioden (z.B. Monatsvergleiche für ein Jahr) möglich sind. Das Vorgehen ist in Kapitel Verbuchen von Statistiken beschrieben.
Performance: Wird mit Vorlagen gearbeitet, ist es möglich dass die Verarbeitung etwas langsamer ist, da für die Wahl der Indexe die zusätzlichen Bedingungs-Felder nicht berücksichtigt werden.
Der Zugriff auf die Funktion kann auf Wunsch eingeschränkt werden auf einzelne Funktionen, Subfunktionen, aber auch auf bestimmte Folder (z.B. Uebersicht, Hauptsteuerung und Drucken). Details dazu unter den Funktionen BEKW und SYBE.